ZUM EMPFANG
ZUM
EMPFANG
ÖFFNUNGSZEITEN & EINTRITTSPREISE
ÖFFNUNGSZEITEN
EINTRITTSPREISE
BESUCH
BESUCH

GESCHICHST & GEOLOGIE
GESCHICHST &
GEOLOGIE
UNSERE VERANSTALTUNGEN
UNSERE
VERANSTALTUNGEN
ZUGANG & KONTAKT
ZUGANG &
KONTAKT
IN DER NÄHE
IN DER
NÄHE
ÜBER UNS
ÜBER
UNS

DIE ANFÄNGE

Der Gebrauch von Ocker in der Region von Apt geht zurück bis in die Steinzeit. Aber es war im Jahr 1785 in Roussillon, einem Nachbardorf, wo mit Jean Etienne Astier der erste Abbau von Ockererde zur Herstellung von Ockerfarbe im grossen Stil begann. 1848 begann auch in Gargas die Förderung von Ockerfarbe. Die ersten Förderwerkzeuge waren nichts anderes als landwirtschaftliche und handwerkliche Geräte. Auch der Transport nach Marseille vollzog sich mühsam auf den Rücken von Mauleseln.


DIE BLÜTEZEIT

Der Bau der Eisenbahn im Jahre 1877 brachte tiefgreifende Veränderungen für die Region. Die Ockerfarbe konnte rascher und in grösserer Menge nach Marseille und in die ganze Welt gebracht werden. Der Handel weitete sich aus. Steinbrüche, Waschtrennanlagen und Fabriken blühten in der ganzen Region. 1901 wurden mehrere Firmen gegründet wie das S.O.F (Société des Ocres de France), in welchen Burgund und Vaucluse zusammenarbeiteten. Die Produktion erhöhte sich bis in die Jahre 1928-1929 auf 40 000 Tonnen, davon über 90 Prozent für den Export.


DER UNTERGANG UND WIEDERAUFSTIEG

Die Wirtschaftskrise von 1929 traf auch die Ockerindustrie hart. Langsam aber sicher verebbte die ausländische Nachfrage. 1938 die Ockerproduktion bereits auf die Hälfte zurückgegangen. Der zweite Weltkrieg wirkte sich katastrophal aus. Die Steinbrüche und Fabriken mussten geschlossen werden. 1971 lag die Produktion gerade noch bei 1000 Tonnen pro Jahr. Und die S.O.F befand sich am Rande des Konkurses, als sie 1974 von G. Guigou aufgekauft wurde. Heute liegen der Verkauf und Export von Ocker bei 1300 Tonnen pro Jahr, Tendenz steigend. Und die Ockerarbeiter sind immer noch in Gargas tätig.


DER GEBRAUCH

Ocker ist hauptsächlich und seit jeher ein widerstandsfähiger und unverwüstlicher Farbstoff, Ausgangsprodukt für Farben und Anstriche. Durch seine natürliche Tönung wurde er auch bei der Linoleum- , Kautschuk- , Papier- , Karton- sowie der Kosmetikproduktion verwendet und wird heute noch in der Pharmazie, bei der bildenden Kunst und der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

OCKER UND OCKERSAND

Diese farbigen Abhänge aus ockrigen Sandsteinfelsen, bestehen vor allem aus zwei Hauptbestandteilen: 80 bis 90 Prozent Quarzsandstein 10 bis 20 Prozent Ocker, sehr fein gemischt mit weisser Tonerde (Kaolinit) sowie Hydroxid und Eisenoxyd (Goethit / Hämatit)



Aushöhlen
eines Gewölbes





Seitliche
Vertiefungen





Progressiver
Abbau





Stollen

Plan der Karriere von Ocker von Gargas, von HÖflichkeit der Familie Janselme

OCKERGEWINNUNG IM TAGEBAU ODER MIT STOLLEN?

Abhängig von der Dicke der unergiebigen obersten Gesteinsschicht wurde das Ocker im Tagebau oder auch in Form von unterirdischen Ockerminen gewonnen.


DER TAGEBAU

Beim Abbau unter freiem Himmel wurde zuerst die obere Schicht abgetragen, um an das ertragreiche Gestein heranzukommen. Die Abbruchfront kann eine HÖhe von bis zu 20 Metern erreichen und diese Art des Abbaus somit eine spektakuläre Landschaft hinterlassen. In ihrer heutigen Form sind die Steinbrüche das Resultat aus dem kombinierten Wirken von Natur und Mensch.

DER UNTERTAGEBAU

Wenn die oberste Gesteinsschicht zu dick ist, ist der Abbau mit Hilfe eines Stollens rentabler. Der Werkmeister bestimmte den Ort, wo die Arbeit aufgenommen wurde. Der Minenarbeiter bohrte für das Vorrücken ein Gewölbe in die Wand. Sei es im Spitz- oder Rundbogen. Zwei andere Minenarbeiter, - der Tradition nach ein Rechtshänder und ein Linkshänder - errichteten rechts und links je einen sehr schmalen Kamin. Sie bohrten entsprechend der Länge ihrer Arme plus Spitzhacke.

Der zentrale und isolierte Block wurde durch eine Sprengung zerstört. Die vorrückende Arbeit setzte sich identisch fort. Maulesel zogen die Kippwagen, mit deren Hilfe das Gestein nach draussen gebracht wurde.

Seit 1885 sind die Stollen geradlinig. Sie können 10 bis 15 Meter Höhe und 3 Meter Breite erreichen, ohne Abstützung des Gesteines in Abständen von mindestens 6 Metern.

An gewissen Orten wurden beide Arten von Förderung nacheinander durchgeführt, wurde die unergiebige Schicht zu hoch hat man den Tagebau eingestellt und Stollen gegraben. Heutzutage ist der Ockerabbau in Frankreich nur noch im Tagebau gestattet.

Seitenanfang

 
SARL ARCANO
SOCIETE DES OCRES DE FRANCE
SOCIETE DES OCRES DE FRANCE
OKHRA
OKHRA
MAIRIE DE GARGAS
MAIRIE DE GARGAS
Mines de Bruoux
SARL ARCANO
Web-Design Sylvie Houssais für Arcano s.a.r.l. deutsche Übertragung : Kadler&Dietiker.